Machinenstenografie: Kurz und bündig!

Was ist die Machinenstenografie?

Stentura Protégé für die Machinenstenografie

Ein Computerstenograf verfasst ein wörtliches Protokoll eines Gesprächs mithilfe einer speziellen Stenotastatur. Verschiedene Tastenkombinationen erzeugen bestimmte Silben, Wörter und Satzteile. Wie bei einem Klavierakkord können mehrere Tastenkombinationen gleichzeitig gedrückt werden. Mit einer solchen Stenotastatur schreiben Computerstenografen wesentlich schneller als mit einer normalen Tastatur. Für Selbstlaute sowie für Vor- und Nachsilben gibt es abgekürzte Wörter, die man als „Kürzel“ oder (englisch) „Brief“ bezeichnet. Die gesamte „Sprache“ der Steno-Kürzel bildet die StenoTheorie. Für die englische Sprache existieren verschiedene Theorien der Maschinenstenografie: Plover, StenEd und Magnum gehören hierzu. Ich persönlich bevorzuge Magnum, die von Mark Kislingbury entwickelt wurde. Dieser hält den Weltrekord in Maschinensteno mit 360 englischen-Wörtern pro Minute. Wenn für ein Wort fünf Anschläge angenommen werden, sind das umgerechnet 1.800 Anschläge pro Minute!

Manchmal ist Steno ganz einfach. Das Wort „Company“ wird beispielsweise als „K-P“ geschrieben. Andere Wörter wie „global“ werden als „TKPWHROEBL“ umgesetzt. Der Grund hierfür ist, dass es auf der rechten Seite (die Initialseite) der Englisch-Stenotastatur kein „G“ und kein „L“ gibt.

Meine Stenomachine ist abbgebildet. Ihr merkt schon: Es sind weder Buchstaben und Nummern noch irgendwelche anderen Zeichen darauf. Stenografen müssen die Tastaturbelegung auswendig lernen. Die deutschen und englischen Stenomaschinen sehen zwar sehr ähnlich aus, sind aber völlig anders belegt.

 

Die Tastaturbelegung für die Computer Stenografie:

die Deutsch-Tastaturbelegung

Die Englisch-Tastaturbelegung

Wie sieht maschinelle Steno aus?

Unten sind Beispielsätze, die mit der Stenotheorie „Magnum Steno“ geschrieben wurden:

Englisch: It’s a pity Peter didn’t come to football training. He would have liked it.

Magnum-Steno: EUTS/ PEUT/AOE /PERT /*RPLS/ KOPL/ TO/ TP-BL/ TRAEUPBG/ P-P/ *EFLD/ HRAOEUBGD/ *T/ P-P

Das „/“-Zeichen deutet darauf hin, dass man wie bei einem Klavierakkord erneut anschlagen muss.

Deutsch: Es ist schade, dass Peter nicht zum Fußball-Training gekommen ist. Es hätte ihm gefallen.

Magnum-Steno: ST-RBD/ GZ/ PERT/ PBT/ SKPL/ TPUBL/ TRAEUPBG/ KO*PLGS/ P-P/ SHAEUT/ *FRP/ TPALG/ P-P

Wie werden alle diese Kürzel in die Langschrift übersetzt?  Lese weiter meinem Beitrag Computerunterstützte-Software für die Machinenestenographie!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.